Dienstag, November 21, 2017
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AUSBILDUNG

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Angefangen hat dieses Projekt mit einer "Familienpatenschaft". Eine Familie erhielt Unterstützung für die Ausbildung des Ehemannes im Medienbereich, welche der Mann im Sommer 2013 abschloss. Eine Unterstützung für eine Berufsausbildung im Medienbereich kam 2013 zum Abschluss. Hier das Zeugnis.

Dank der Unterstützung eines Partners kann einer weiteren Familie geholfen werden. Der Mann ist auf dem Weg, eine Doktorarbeit zu schreiben. Hier sein Zeugnis.

Aktuell wird Frau N. in ihrer Ausbildung als Advokatin unterstützt. Nachstehend ihr eindrücklicher Bericht


Wir haben eine Familie in unserer Gemeinde. Sie leben in der Nähe von R. Sie haben dem Herrn vertrauensvoll über etliche Jahre gedient. Sie haben 5 Kinder, drei kleine und zwei ältere. Der Ehemann arbeitet streng und sie sind schlicht nicht in der Lage mit ihren Einnahmen auszukommen. Sie haben aus der Vergangenheit auch noch Schulden. Sie leiten eine Gruppe von israelischen Gläubigen in ihrer Gegend und vertrauen dem Herrn voll. Sie haben auch einen Dienst für die Armen in Umkreis von R. Sie haben viel für den Namen des Herrn gelitten.

Mit dieser Anfrage von Ruben Berger begann vor fünf Jahren eine Familienpatenschaft. Eine solche dauert in der Regel ein bis zwei Jahre, nicht so bei Familie Y. und N. Eli. Diese Patenschaft ist zu einer Ausbildungsunterstützung von Frau Eli geworden, eine richtige Erfolgsgeschichte. Frau N. steht im letzten Ausbildungsjahr zur Anwältin. Ihr Engagement als nicht mehr ganz junge Studentin ist immens, ihr Noten sind überdurchschnittlich  gut und ihre zukünftige Berufsausrichtung scheint gegeben zu sein. Bereits heute kümmert sie sich zusammen mit ihrem Mann Y. um alleinstehende, misshandelte und ausgebeutete Frauen. Frau Eli hat selber einen solchen Hintergrund.

Die Unterstützung von Familie Eli für Lebensunterhalt und Studienkosten beträgt ca. 20 000 Franken pro Jahr. Anhand des Lebenszeugnisses von Herr und Frau Eli möchten wir die Familienpatenschaften der Gemeindehilfe Israel in Erinnerung rufen und herzlich für die Treue aller Gönnerinnen und Gönner in dieser Sache danken!

Aus dem Leben von Frau N. Eli

N. stammt aus Marroko. Ihre Kindheit ist geprägt von ihrem Grossvater, er war Rabbiner, er verschaffte ihr Zugang zu Bibel und geistlichen Dingen. Als 15jährige findet N. Antwort auf Fragen, welche ihr niemand vorher beantworten konnte. Sie bekommt eine erste Ahnung von Jeshua, durch ein Büchlein vom guten Hirten. Sie trägt fortan ein Geheimnis im Herzen. Sie denkt „ich bin die Einzige auf der Welt die eine Nähe zum guten Hirten hat.“ Als ihr Vater Kenntnis von ihrem neuen Glauben bekommt, reagiert voller Zorn. Er sperrt sie ein und verbietet ihr die Tischgemeinschaft. Mit 19 Jahren wird sie zwangsverheiratet. Ihre ersten beiden Kinder kommen zur Welt. Ihr Mann ist gewalttätig, schlägt sie bis zur Bewusstlosigkeit, es kommt zur Scheidung. N. ist inzwischen dreissig Jahre alt und zum zweiten Mal verheiratet. Sie ist unterwegs zu einem Gerichtstermin mit ihrem Mann als ihr Wagen eine Panne hat. Ein freundliches Ehepaar sorgt für das kaputte Auto und führt N. später zum Glauben an Jeshua. N. ist erstaunt, dass noch andere Menschen eine Nähe zu diesem guten Hirten haben. Gemeinsam beten sie fortan jede Woche zusammen für den Ehemann von N., dies tun sie ein Jahr lang.

Aus dem Leben von Herr Y. Eli

In seinem Elternhaus erlebt  Y. viel Gewalt. Den Eltern wird die Erziehung der Kinder entzogen. Mit sieben Jahren kommt  er in ein Waisenhaus, mit zwölf Jahren in eine Jugendstrafanstalt. Dort bleibt er sechs Jahre. Schliesslich flieht er von dort. Er steckt voller Wut auf jedermann. Y. wird kriminell. Zuerst ist er Mitglied in einer Jugendgang, dann deren Führer. Er lebt auf der Strasse. Während zwanzig Jahren lebt er entweder im Gefängnis oder auf der Strasse. Auf der Suche nach Frieden besucht er auch Synagogen, fällt aber immer wieder in die Kriminalität zurück. Ein Jahr nach N. kommt auch er zum Glauben. Eine dramatische Veränderung erfolgt. Eine Woche verbringt  er allein im  Zimmer, liest die Bibel, obwohl er kaum lesen kann. Y. hat bis heute noch keinen Schulabschluss. Nun rennt er durch die Strassen und evangelisiert jeden, den er antrifft. Die Leute kennen ihn, fürchten sich vor ihm, er ist berüchtigt für seine Gewalttätigkeit. Seine Familie möchte ihn stoppen, er evangelisiert sie, seine Brüder kommen zum Glauben. Innerhalb eines Jahres bekehren sich ungefähr einhundert Menschen. Eine Bibelgruppe entsteht im Haus von Familie Eli. Die jungen Gläubigen evangelisieren auf den Strassen. An Festtagen verteilen sie Nahrung an Bedürftige und während des Libanonkriegs finden Menschen bei ihnen Schutz und Unterkunft.  Der Dienst an den Bedürftigen wächst rasch. Er umfasst Evangelisation, Jüngerschaft und Hilfstätigkeiten an Armen, ein Familienprogramm, ein Arbeitsprogramm, Essensprogramme und ein Gebetsdienst entstehen.

Dies erregt Widerstand auf orthodoxer Seite. Missionsgegner beginnen sie zu verfolgen. Sie hängen ihre Fotos auf und warnen die Einwohner der Stadt, dass sie ihrem Haus fern bleiben sollten. Sie nehmen Kontakt mit dem Bürgermeister auf, dass er ihnen das Lokal sperren solle, in welchem sie Nahrung an Bedürftige verteilen. Ihre Kinder werden in der Schule verfolgt. Orthodoxe kommen mit Bussen angereist, schreien und werfen Steine gegen ihr Haus. Nach kurzer Zeit kommen die Aktivitäten der jungen Bewegung zum Erliegen.

 

Familienpatenschaft und anschliessende Ausbildungsunterstützung

Eine schlimme Zeit für Familie Eli beginnt. Y. verunfallt und verliert die Arbeitsstelle während der Probezeit. Demzufolge hat er keinen Anspruch auf Krankenversicherung oder Rente. Bis heute laufen Bestrebungen Y. einen Schulabschluss zu ermöglichen, um so eine Berufschance zu bekommen. Aufgrund des kriminellen Hintergrundes von Y. war und ist es schwierig für ihn Arbeit und Auskommen zu finden. Auch N. verfügt nicht über einen Berufsabschluss um genügend Einkommen für die Familie zu verdienen. Dank ihren juristischen Kenntnissen und einem schier endlosen Gang von einem Büro zum andern kann sich N. Gehör für ihren Ehemann verschaffen.

Die Geschichte von Familie Eli bleibt trotz der Familienpatenschaft und der Ausbildungsunterstützung wechselvoll.

Im Sommer 2015 droht der Familie Eli der plötzliche Rauswurf aus dem Haus in welchem sie in R. wohnt. Das Haus gehört dem Staat und eine Immobiliengesellschaft ist für das Haus zuständig. Missionsgegner senden Briefe an diese Gesellschaft. Sie streben einen Gerichtsbeschluss an, der Familie Eli zwingen würde, das Haus zu verlassen. Ihnen wird ein Ultimatum gestellt: entweder bezahlt Familie Eli innert 30 Tagen eine hohe Ablösesumme oder sie muss das Haus verlassen. Dank dem unkomplizierten Handeln von Freunden der Gemeindehilfe kann dieser Angriff abgewehrt werden.

An dieser Stelle möchte sich Familie Y. und N. Eli für die Unterstützung bedanken: „Thank you very much again for everything that you do for us and for standing with us in prayer.  God Bless you, I am very happy. Love to you all. N. Eli.“



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(c) 2015, by Gemeindehilfe Israel, Toffen CH